„Mit Dir
bis ans Ende
der Welt“

(aus: www.Mein-Pferd.de Oktober 2014)

...was nicht in der Zeitung stand

Menschentyp und Reiter

mit Pferdetyp

…mögliche Reaktionen des Pferdes

Dominanter Choleriker

„verspielt“   (Sanguiniker)

Der feurige Choleriker muß darauf achten, dem „luftigen“
Sanguiniker Raum zu lassen, die „Luft zum Atmen“, sonst geht der Sanguiniker ein. Zwei „Könner“ kommen dann gut miteinander aus.

 

„dominant“
(Phlegmatiker)

Bei zu viel Druck auf das Pferd drohen ernsthafte Konflikte, denn der Phlegmatiker kann durchaus ungemütlich werden, wenn man ihn allzu sehr reizt.

 

„sensibel“   (Melancholiker)

„Zwei wie Feuer und Wasser“. Sie passen nicht zusammen. Diese Beziehung kann angesichts der Ungeduld und der (Hoch-)Leistungslust des Cholerikers nicht gutgehen. Nur ein menschlich reifer dominanter Choleriker könnte das Schlimmste von einem sensiblen Pferde-Melancholiker fernhalten.

 

„panisch“
(Choleriker)

Kann gutgehen, muß aber nicht. Der panische Pferde-Choleriker braucht von Menschen vor allem Sicherheit. Die bestimmende Art des Menschen-Cholerikers kann da durchaus hilfreich sein, denn sie lässt kein „Wenn“ oder „Aber“ zu. Der Mut des zupackenden Cholerikers lässt kein Verzagen aufkommen, auch wenn sein Choleriker-Pferd „am Rad dreht“.

Initiativer Sanguiniker

„verspielt“   (Sanguiniker)

…macht mit, entwickelt selbst laufend „Ideen“; beide können
Spaß (und auch große sportliche Erfolge) miteinander haben, wenn der Mensch nach und nach zum Könner wird, denn sein pferdischer „Spielpartner“ braucht unbedingt Grenzen, also Erziehung, sonst wird aus den Pferde-Späßchen schnell ernst.

 

„dominant“
(Phlegmatiker)

…verdirbt dem verspielten Sanguiniker schnell den Spaß, indem
er sich der Vielfalt von dessen Ideen einfach widersetzt. So verliert
der initiative Sanguiniker-Mensch oft bald schon die Lust und
überlässt das Pferd jemand anderem.

 

„sensibel“   (Melancholiker)

...wird innerlich wahnsinnig angesichts der mangelnden Systematik
und Impulsivität des sanguinischen Menschen, wenn der vor
anderen glänzen will, ohne Schritt für Schritt üben zu wollen.

 

„panisch“
(Choleriker)

…müsste literweise Baldrian saufen, um es auch nur ein paar Minuten mit einem unerfahrenen menschlichen Sanguiniker auszuhalten. Die Unberechenbarkeit des Sanguinikers macht den Paniker noch nervöser als er ohnehin schon ist.

Stetiger Phlegmatiker

„verspielt“   (Sanguiniker)

Der ruhige Phlegmatiker läuft Gefahr, das leistungswillige und leistungsfähige, sanguinische Pferd u. U. zu unterfordern und zu langweilen und ihm (als unerfahrener Pferdemensch) möglicherweise auch zu wenig Grenzen setzen.

 

„dominant“
(Phlegmatiker)

Die beiden machen sich einen gemütlichen „Lenz“. Wenn beide unerzogen bzw. unreif sind, kann es sein, dass man den
menschlichen Phlegmatiker bei einem Ausritt schon nach wenigen hundert Metern auf seinem gemütlich Gras mümmelnden Phlegma-Pferd sitzen sieht, der dort oben geduldig bis resigniert darauf
wartet, dass dieser sein Mahl beendet hat. Umgekehrt lässt der pferdische Phlegmatiker seinen Reiter gnadenlos verhungern.

 

„sensibel“   (Melancholiker)

Vom freundlichen und harmonie-orientierten Phlegmatiker droht
dem sensiblen Melancholiker-Pferd von allen Menschen-Temperamenten die geringste Bedrohung. Im Gegenteil: Das stark reduzierte Arbeitstempo und der begrenzte Ehrgeiz des Phlegmatikers kommen dem stillen Sensibelchen unter den Pferden sehr entgegen.

 

„panisch“
(Choleriker)

Diese Konstellation tut dem Paniker grundsätzlich gut. Der menschliche Phlegmatiker im Sattel bedeutet für einen aus Züchtersicht ambitionierten Paniker zwar garantiert ein Karriereknick, doch dafür kommt er weitaus streßfreier durchs Leben.

Gewissenhafter Melancholiker

„verspielt“   (Sanguiniker)

Das paßt ganz schlecht zusammen: der vorsichtige, detail-lüsterne, gewissenhafte Melancholiker-Mensch und das verspielt-initiative Pferd, das ständig Anregungen und Abwechslung braucht! Während dieser Mensch eine Idee durchdenkt, hat sein Pferd schon fünf Varianten vollführt.

 

„dominant“
(Phlegmatiker)

Der gewissenhafte Melancholiker liegt dem dominanten Pferde-Phlegmatiker in jeder Hinsicht. Denn so lange der Melancholiker nachdenkt, so lange hat das Pferd Pause. Die menschliche Detailverliebtheit (und Zögerlichkeit) kommt diesem Pferdetyp ebenfalls sehr entgegen, denn auch sie schafft viel Raum für Langsamkeit.

 

„sensibel“   (Melancholiker)

 Diese beide verstehen sich blind. Sie wissen genau: Diese Welt ist schlecht, und man muß sich vor ihr schützen! „Nur wie?“ Im schlimmsten Fall bleibt der Mensch dauerhaft zu Hause und das Pferd auf der Weide.

 

„panisch“
(Choleriker)

Das funktioniert nicht! Es sei denn, es geschähe ein Wunder. Auch diese beiden sind „wie Feuer und Wasser“, nur dass die Flammen
des Feuers in dieser Konstellation die weitaus größere Kraft repräsentieren.